Urlaubsplanung von A bis Z – ein Nerd denkt an al ...
Einmal im Jahr, immer im Sommer, zwingen mich meine Eltern dazu,
mein geliebtes Computerzimmer zu verlassen, um mit ihnen zwei Wochen lang in den Urlaub zu fahren. Dann geht es entweder in die Berge oder ans Meer, immer abwechselnd, was mich ganz schön stresst. An sich finde ich es auch mal ganz schön, mal raus zu kommen, doch muss ich immer alles genau planen und organisieren, da ich viel zu viel Angst vor Krankheiten, Verletzungen oder sonstigen unerwarteten Erlebnissen habe.
Letztes Jahr waren wir in einer Ferienwohnung im Allgäu und wollten dort vor allem bergwandern. Schon zeitig fing ich mit dem Packen an und dachte an alles, was man ganz wichtig braucht oder auch nicht: Sonnencreme, Insektenspray, Sonnenhut, eine Winterjacke, falls es nachts kalt wird, eine Sonnenbrille, Reisetabletten und eine Schwimmweste, falls wir eine Bootstour unternehmen sollten. Zusätzlich dachte ich noch an kühlende Creme, sollte ich einen Sonnenbrand bekommen, Wanderschuhe, Pflaster, Messer, Gabel, Schere und Licht und präsentierte meinen Eltern anschließend zwei Riesenkoffer, die sie mir dann jedoch wieder entrissen und den Inhalt auf nur einen reduzierten. Na gut, auf dem Biergartenstuhl im Allgäu schmeckte die Limonade dann auch ohne Mückenspray, was mich aber dennoch nicht vor Mücken schützte.
In ein paar Wochen soll es dann an die Ostsee in ein Hotel in Darß gehen, was für mich wieder purer Stress bedeutet. Denn hier brauche ich zusätzlich auch noch mehrere Badehosen, falls mal eine kaputt geht, einen Ganzkörperanzug, damit mich keine Nesselquallen verletzen, und vieles mehr. Sicher werden meine Eltern auch hier wieder dafür sorgen, dass ich nur die Hälfte tatsächlich mitnehmen darf und würde damit mal ganz klar sagen: Lasst mich doch am besten zu Hause, denn in meiner Bude fühl ich mich eh am wohlsten!