FRISCHER WIND FÜR DIE NERD-BUDE
Wie es sich für einen echten Nerd gehört, habe auch ich eine echte Nerdbude. Das heißt, das Mobiliar kann man an einer Hand abzählen: ein ungemachtes Bett, ein riesiger Schreitisch, ein bequemer Stuhl, meterlange Regale für PC Spiele, Software und … ja, das war‘s auch schon. Mein Kleiderschrank steht inzwischen auf dem Flur, damit keine Gefahr mehr besteht, dass sich in meinem Zimmer auch noch Berge von Klamotten stapeln.
Eigentlich fühle ich mich ganz wohl zwischen all meinen Monitoren und Tastaturen, dem ganzen Kabelsalat und dem Rauschen der Kühler. Dennoch wollen meine Eltern unbedingt, dass ich mal etwas frische Farbe in meine Nerd-Bude bringe. Dabei soll auch ein neuer Fußbodenbelag verlegt und ein Plissee ans Fenster kommen. Ich wusste erst gar nicht, was das ist, aber im Netz wird man ja über alles aufgeklärt. Also das ist so ein Faltrollo aus Stoff, das direkt am Fenster verspannt wird und das man dann auf und zu schieben kann. Mann kann es auch mit 2 verschiedenen Stoffen bespannen, z. b. einem lichtdurchlässigen, wenn man vorm Bildschirm sitzt und einem verdunkelnden zum Schlafen. Ganz praktisch und optisch auch passender zum elektronischen Ambiente in meiner Bude.
Wir haben zwei Wände in meinem Zimmer in gemütlichen Nude-Tönen gestrichen. Das ist so ein Gemisch aus Braun bis Grau-Tönen. Liegen derzeit voll im Trend. Der neue Teppichboden hat genau dieselben Farbtöne. Die Fensterwand und die gegenüberliegende, wo meine ganzen Regale aufgestellt werden, habe ich ganz alleine in heller Sandfarbe gestrichen. So eine Farbe hat nämlich mein neues Verdunkelungsplissee. Es sieht alles gleich viel cooler und ordentlicher aus. In 4 Tagen waren wir fertig, wobei das Ein-und Ausräumen schon 2 Tage gedauert hat. Aber es hat sich voll gelohnt. Für die lange Seite an meinem Bett hat meine Mutter noch ein großes Wandkissen genäht, für das sie extra noch farblich passende Markisentücher besorgt hat. Nun kann ich mein Bett auch als Sofa benutzen und werde es deshalb wahrscheinlich öfter aufräumen. Alles in allem: eine gelungene Aktion!